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PM: Mühlenmuseum zum Nulltarif - jetzt erst recht!

Angesichts der aktuellen Abstimmungen im Stadtrat und neuer Informationen zu den bereits geleisteten Zahlungen an das Mühlenmuseum durch Stadt und Landkreis, drängt die LINKE in Gifhorn erneut auf eine kostenlose Überschreibung des Museums an die Stadt. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Hochbau, Tiefbau und Liegenschaften der Stadt Gifhorn wurde der Kauf des Mühlenmuseums verhandelt und von der Koalition aus CDU und Grünen abgelehnt, da die Folgekosten sowie der eigentliche Kaufpreis des Museums neu ausgehandelt werden und von Partnern mitgetragen werden sollen. „Dass die Ratsfraktionen, vor allem die CDU, doch noch zur Besinnung gekommen sind und nicht auf das millionenschwere Kaufangebot eingehen, ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung - jetzt muss der Weg bis zu Ende gegangen werden! Angesichts der zu erwartenden Sanierungskosten in Millionenhöhe sowie den verschwindend geringen Einnahmen und Pachterträge des Museums erübrigt sich jeder Kaufpreis jenseits von einem symbolischen Euro.“, kommentiert Andreas Mantzke, Kreisvorsitzender der Linken in Gifhorn, das Ergebnis der Ausschusssitzung.


DIE LINKE in Gifhorn forderte gegenüber der Stadt Gifhorn bereits im Februar eine Ablehnung des Museumskaufs und berief sich dabei auf einen Betrag von umgerechnet 1,6 Millionen Euro, der seit Bestehen des Museums allein vom Landkreis geflossen ist. Im Laufe der Ausschusssitzung hatten die linke Kreisvorsitzende Marion Köllner und der linke Kreistagsabgeordnete Dieter Michel-Weinreich die bisherigen Leistungen der Stadt erfragt, die sich auf umgerechnet knapp 0,75 Millionen Euro belaufen sollen. „Alle bisherigen Gelder zusammen ergeben ca. 2,35 Millionen Euro und übersteigen damit sogar fast den zur Diskussion stehenden absurden Kaufpreis für das Museum. Wir sollten dem Besitzer des Museums nicht den Gefallen tun und ihm das zweite Mal das Geld für das Museum auf den Tisch legen. Das Museum muss zum Nulltarif in die öffentliche Hand überführt und kostenschonend nachgenutzt werden, damit kein Millionengrab daraus wird.“, so Marion Köllner. Das Thema der Folgekosten sei den Linken wichtig, da eine Bezuschussung über Fördermittel nur dann möglich sei, wenn sie im Rahmen der Tourismusförderung anerkannt wird.