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Naiv oder konsequent? - Pazifismus in Zeiten aktiver Kriegsführung

Es herrscht wieder Krieg mitten in Europa. Was lange Zeit undenkbar war, ist Realität geworden und beherrscht aktuelle politische Debatten. Nachdem der deutsche Bundestag sich zunächst ausdrücklich gegen Waffenlieferungen ausgesprochen hatte, veröffentlichte die Tagesschau am 26. Februar plötzlich „Kurswechsel der Bundesregierung - Deutschland liefert Waffen der Bundeswehr“. Wenige Tage vorher war lediglich eine Lieferung von 5.000 Helmen zugesichert worden. Nun waren es 1.000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen, die in die Ukraine geschickt werden sollten. Bundeskanzler Scholz sprach von einer „Pflicht“. "Der russische Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende. Er bedroht unsere gesamte Nachkriegsordnung", erklärte Scholz. "In dieser Situation ist es unsere Pflicht, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen bei der Verteidigung gegen die Invasionsarmee von Wladimir Putin. Deutschland steht eng an der Seite der Ukraine." Bartsch, der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, hatte sich noch am 5. Februar deutlich gegen Waffenlieferungen ausgesprochen und den Dialog sowie eine deeskalierende, kluge Entspannungspolitik gefordert. Im Zuge aktueller Debatten hat Olaf Scholz nun eine Aufrüstung von 100 Mrd. Euro angekündigt, die der deutschen Bundeswehr zugutekommen soll. Die Linke fordert die Abkehr einer Konventionellen Rüstung sowie den Waffenstillstand und zivile Konfliktbearbeitungen. Nun begründet Oskar Lafontaine seinen Parteiaustritt am 17. März damit, dass sowohl der außenpolitische Sprecher der Fraktion Gysi als auch die Parteivorsitzende Hennig-Welsow für die Rüstungsausgaben und Waffenlieferungen aussprachen. Somit schürt das Thema innerparteiliche Kontroversen, die es zu diskutieren gilt.

Ist eine pazifistische Haltung in Zeiten von Krieg und Vertreibung naiv? Wie kann man Aggressoren wie Putin beikommen? Was verspricht die deutsche Aufrüstung? Ist es sinnvoll, auch zu akuten Kriegszeiten am Pazifismus festzuhalten?

Wir möchten euch herzlich einladen, mit uns, dem Kreisverband Gifhorn, ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren und einem sicherlich regen Austausch beizuwohnen.

Der Linke Stammtisch findet am 31. März 2022 ab 19 Uhr online via Zoom statt. Wir freuen uns über jede/n Diskussionspartner/in.

Zoom-Meeting beitreten: https://us02web.zoom.us/j/81757522764?pwd=N09hL2VaVmY1aU9TbDdOOXdHU3hxdz09
Meeting-ID: 817 5752 2764
Kenncode: 235469

Atommüll, Nein Danke! - Wie lösen wir das Problem der Endlagersuche?

Über Jahrzehnte hat die Atomkraft in Deutschland (und anderen Teilen der Welt) dafür gesorgt, dass neben etwas Strom auch viel Atommüll entstand. Dieser Müll ist hoch giftig, wird noch für zig Tausende Jahre radioaktiv strahlen und stellt die Gesellschaft damit durch die Frage einer dauerhaften und sicheren Lagerung vor eine immense Herausforderung. Der bisher gefasste Lösungsansatz sieht die Einlagerung in einem unterirdischen Endlager vor, das bisher aber noch nicht gefunden wurde, nicht zuletzt weil sich zu Recht großer Widerstand in der Zivilbevölkerung regt. Denn natürlich will niemand diesen hoch problematischen Müll vor der eigenen „Haustür“ deponiert wissen, aber gleichzeitig ist jedem klar: Irgendwas muss mit dem Müll passieren!

Um des Problems Herr zu werden, wurde die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) ins Leben gerufen, die sich auf die Fahne geschrieben hat ein einheitliches, nachvollziehbares Herangehen bei der Endlagersuche zu entwickeln und somit Verfahrensgerechtigkeit zu wahren. In diesem Sinne wird Anfang Juni ein Ausblick für die umfassende Bewertung des Endlagersystems von der BGE gegeben. Speziell im Zeitraum vom 08.06 bis 10.06. sollen die Auswahlkriterien der infrage kommenden Standorte vorgestellt werden, unter denen derzeit auch diverse Orte im Landkreis Gifhorn zu finden sind. Eine Projektskizze findet man auf der Homepage der BGE

www.bge.de/de/endlagersuche/forschung

Doch sind diese Kriterien geeignet, damit auch der breite Querschnitt der Bürger:innen bei der Endlagersuche mitreden kann? Wie sollte unserer Meinung nach eine Öffentlichkeitsbeteiligung aussehen? Was muss von der Regierung umgesetzt werden, um unsere Gesundheit und unser Leben nachhaltig vor dieser Bedrohung zu schützen? Gerade in diesen unsicheren Zeiten müssen wir die Frage stellen, was kann passieren, wenn ein Endlager nicht sicher ist.

Darüber möchte der Kreisverband der Linken in Gifhorn am Donnerstag, den 03.03, beim nächsten Online-Stammtisch mit euch diskutieren. Schaut gern rein und diskutiert, egal ob ihr Parteimitglied seid, oder nicht. Wir freuen uns auf euch :)

Zoom-Meeting beitreten:
https://us02web.zoom.us/j/84497089602?pwd=d0pwakMzb1VMN2NmZno2SDhVVk94Zz09
Meeting-ID: 844 9708 9602
Kenncode: 951741

Online-Stammtisch: "ÖPNV der Zukunft - Wie schaffen wir in Gifhorn die Verkehrswende?"

Verstopfte Straßen, Abgase ohne Ende und Lärm frei Haus sind nur wenige der Merkmale, die den aktuellen Verkehr in Gifhorn, speziell zur Hauptverkehrszeit, kennzeichnen. Offensichtlich sind wir eine Stadt und ein Landkreis des motorisierten Individualverkehrs mit dem Auto. Dabei ist schon heute klar, dass diese Form der Mobilität unverhältnismäßig viele Ressourcen verbraucht und den Ärmsten der Gesellschaft sowie den Jungen und Alten oftmals nicht zur Verfügung steht, denn letztlich gilt: ein Auto muss man sich leisten können und Auto fahren darf nur, wer einen Führerschein hat. Menschen, die nicht Auto fahren können, dürfen oder wollen, sind auf alternative Fortbewegungsmittel (Fahrrad) oder den ÖPNV angewiesen. Ersteres ist keine Option für jedermann und zu jeder Zeit, da man beispielsweise Rentnern im Winter keine Fahrradfahrt zumuten kann, während der ÖPNV schlecht ausgebaut und obendrein recht teuer ist.

Der aktuelle Zustand zeigt eindeutig: wir brauchen eine Verkehrswende, die einerseits nachhaltig ist und weder die finanziell Benachteiligten noch die Jungen und Alten außen vor lässt. Doch wie genau soll das umgesetzt werden? Welche langfristig sinnvolle Strategie muss verfolgt werden und was ist dabei den Einwohner:innen von Gifhorn zuzumuten und was nicht?

Darüber möchten wir, DIE LINKE in Gifhorn, mit euch bei unserem nächsten Online-Stammtisch diskutieren, der am 03.02.22 online via Zoom stattfindet und ab 19 Uhr startet. Wir freuen uns auf eure Ideen für eine Mobilität, bei der alle vorwärts kommen.

Die Einwahldaten sind wie folgt:
https://us02web.zoom.us/j/81757522764?pwd=N09hL2VaVmY1aU9TbDdOOXdHU3hxdz09
Meeting-ID: 817 5752 2764
Kenncode: 235469

Online-Stammtisch: "Wohnen in Gifhorn - unbezahlbar?!"

Wer im Landkreis Gifhorn eine Wohnung sucht, braucht entweder ein gut gefülltes Bankkonto oder viel Glück und einen langen Atem. Stimmt das? Bereits im März 2019 machte die IG Metall in der Gifhorner Fußgängerzone auf die Wohnungsknappheit aufmerksam, doch was hat sich seither verändert? Reichen die aktuellen Bemühungen des Stadtrates & Kreistages aus?

Wer auf einschlägigen Internetseiten zur Wohnungssuche nach einer 3-Zimmerwohnung im Rahmen von 650-850€ Kaltmiete sucht, der findet immerhin 23 Treffer, davon jedoch lediglich 2 Wohnungen im Stadtgebiet, die anderen verteilt quer durch den ländlichen Raum des Gifhorner Landkreises. Wie sich die Wohnungsnot bereits jetzt auswirkt, zeigt ein Fall, indem eine Familie aktuell den Umzug nach Wolfenbüttel vollzieht und alle Zelte in Gifhorn abbrechen musste, da es Ihnen nicht gelungen war, hier bezahlbaren Wohnungsraum zu finden.

Ist dieser Fall die Regel oder Ausnahme in Gifhorn? Ihre Meinung/Einstellungen und Erfahrungen zu diesem Thema interessieren uns als Kreisverband dieLinke und so laden wir Sie dazu ein, mit uns ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie durch politisches Engagement und bürgernahe Stadtentwicklung dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann.

Corona-bedingt findet unser Stammtisch dieses Mal online statt, und zwar am Donnerstag den 06.01.22 ab 19 Uhr - die Einwahldaten sind wie folgt:

Einwahl-Link: Klick mich! 
Meeting-ID: 818 7850 6791
Kenncode: 275762

Wir freuen uns über Euer Interesse!

Stammtisch: Klassenkampf oder Konsumkritik?

Die Polkappen schmelzen und der Meeresspiegel steigt, Nordrhein-Westfalen war dieses Jahr unter Wasser gewesen und Südeuropa stand in Flammen – eines ist klar: es gibt keinen seriösen, wissenschaftlichen Zweifel mehr daran, dass die derzeitige ökologische Krise ernstlich ist. Wenn die Menschheit nicht schnell einlenkt und den Kohlendioxidausstoß rigoros verringert, um den Klimawandel somit zu stoppen, werden wir auf einen Kollaps der Ökosysteme zurasen.

Die politischen Antworten, wie der Klimawandel effektiv zu bekämpfen ist, fallen indes höchst unterschiedlich aus. Einzelne Vertreter*innen der Klimaschutzbewegung und Befürworter*innen einer „Postwachstumsökonomie“ versuchen mittels moralischer Appelle das individuelle Konsumverhalten der Bürger*innen zu verändern beziehungsweise zu verringern, um so die Klimakatastrophe aufzuhalten. Und tatsächlich führt uns der Earth Overshoot Day (oder „Erdüberlastungstag“) jedes Jahr vor Augen, dass wenn die gesamte Weltbevölkerung so viele natürliche Rohstoffe verbrauchen würde, wie die Länder des globalen Nordens und Westens, wir insgesamt drei Erden bräuchten, um diese zu versorgen.

Vertreter*innen eines ökosozialistischen und antikapitalistischen Politikansatzes kritisieren diesen Fokus auf den individuellen Konsum hingegen scharf. Solche Appelle an das individuelle Konsumverhalten dienten dazu, von den wahren Ursachen für die Klimakrise abzulenken. In Wirklichkeit lägen diese nämlich nicht bei individuellen Akteuren, sondern im derzeit herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystem, dessen einziges Ziel die Erzielung des maximalen Profits für die Kapitalistenklasse sei. Produziert werde unter kapitalistischen Rahmenbedingungen folglich nicht so ressourcenschonend und so nachhaltig wie möglich, sondern so billig – das heißt: so dreckig – wie möglich. Anschaulich wird diese Tatsache dadurch, dass den Konzernbossen des US-amerikanischen Ölriesen ExxonMobile bereits in den 1970er Jahren die katastrophalen Auswirkungen des durch fossile Brennstoffe verursachten Klimawandels bekannt waren. Statt diese Erkenntnisse zu veröffentlichen und die Ölförderung aufgrund der nun bekannt gewordenen schädlichen Wirkung auf das Klima einzustellen, machte die Chefetage des US-Ölunternehmens aber weiter, weil ihr das kurzfristige Profitinteresse wichtiger war als das Wohl – ja selbst das Überleben – der gesamten Menschheit.

Das Mittel der Wahl für die Verfechter*innen eines antikapitalistischen beziehungsweise ökosozialistischen Ansatzes in der Klimapolitik ist demnach der Klassenkampf, also die kollektive Organisation der breiten Masse der Lohnabhängigen, um so das Interesse der übergroßen Mehrheit am eigenen Überleben gegen die Profitinteressen einer kleinen Minderheit an Kapitalisten durchzusetzen.

Wie ist die Klimakrise aufzuhalten? Durch Konsumkritik oder Klassenkampf? Über diese und verwandte Fragen möchte der Gifhorner Kreisverband der Partei DIE LINKE mit Euch in gemütlicher Atmosphäre bei einem Getränk am 11.11 ab 19 Uhr im Mr. Barman's in Gifhorn diskutieren!


Bittet beachtet, dass im Mr. Barman's ausschließlich die 2G-Regel gilt.

Online-Stammtisch: Bionade gegen Bockwurst

Wie sollte die Linke mit dem „kosmopolitischen“ Wertewandel umgehen?

Einwahldaten:

Zoom:
https://us02web.zoom.us/j/81713074528?pwd=Sm5MM2dPMFBDVnRJZi9SNjJvTG9pZz09
'Meeting-ID: 817 1307 4528
Kenncode: 898913

 

Sahra Wagenknecht legte mit „Die Selbstgerechten“ vor kurzem ein Buch vor, das innerhalb der Partei DIE LINKE und darüber hinaus für viel Wirbel sorgte. Darin kritisiert Wagenknecht die zeitgenössische politische Linke. Ihre Diagnose für die anhaltende Schwäche der politischen Linken in vielen westlichen Ländern lautet: Diese würde mit ihrem Fokus auf Identitätspolitik die Sympathien weiter Teile der Bevölkerung verspielen. Ja sogar der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen im letzten Jahrzehnt lasse sich durch die Überfokussierung auf identitätspolitische Fragen erklären. Mit „Identitätspolitik“ meint sie eine Politik, die ihr Augenmerk auf Minderheiten lege, die sich durch „individuelle Merkmale“ auszeichneten, wie zum Beispiel sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder Ethnie.

Aber nicht nur die „Identitätspolitik“ sei ein Problem, sondern Wagenknecht beklagt eine von ihr wahrgenommene Selbstgerechtigkeit und intolerante Debattenkultur eines „linksliberalen“ Milieus, dessen soziale Basis Wagenknecht vor allem in der oberen, akademischen Mittelschicht verortet. Ein Beispiel dafür sei die – in den Augen Wagenknechts – sich hauptsächlich aus Akademikerkindern rekrutierende Schüler*innenstreikbewegung „Fridays for Future“, die den Fleischkonsum und das Autofahren einer traditionell eingesessenen Arbeiter*innenklasse moralinsauer von oben herab kritisiere. Auch hinsichtlich der Frage über die Aufnahme von Flüchtlingen bemängelt Wagenknecht die „Lifestyle-Linke“, weil diese ihre flüchtlingspolitische Weltoffenheit zu einer „moralischen Haltungsfrage“ mache statt die sozialen Auswirkungen von Migration zur Kenntnis zu nehmen. Unter einer migrationsbedingten verstärkten Konkurrenz um Arbeitsplätze litten vor allem die unteren Schichten der Arbeiter*innenklasse, während die akademische Mittelschicht von diesem „Lohndumping“ weitgehend verschont bleibe. Ihre Solidarität ist deshalb vermeintlich einfacher zu haben.

Anstelle dieser Überheblichkeit und statt ihr „Augenmerk auf immer kleinere und immer skurrilere Minderheiten zu richten“ (so der Originalwortlaut von Wagenknecht) müsse die politische Linke wieder die Mehrheit der Bevölkerung ansprechen, die mit den Themen dieser „Lifestyle-Linken“ nichts anfangen könne. Dies gelänge der politischen Linken erstens durch eine Wiederbelebung der sozialen Frage und zweitens durch eine Anknüpfung an konservative, kulturelle Werte und die Nation. „Linkskonservatismus“ plus Rückbesinnung auf den Sozialstaat der 1970er Jahre lautet Wagenknechts Erfolgsformel.

Obwohl viele Linke (sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partei) den strategischen Schlussfolgerungen, die Wagenknecht aus ihren Analysen zieht, nicht teilen wollen, müssen selbst ihre ärgsten Kritiker*innen doch zugestehen, dass sie zumindest wichtige Fragen aufwirft: Wie sollte die politische Linke mit Konfliktlinien umgehen, die nicht unmittelbar auf den Antagonismus von Kapital gegen Arbeit zurückzuführen sind, von Gender über Migration bis hin zur Klimafrage? Wie sollte die Linke sich angesichts einer kulturellen Spaltung der Arbeiter*innenklasse in ein „traditionelles“ und ein „kosmopolitisches“ Milieu strategisch positionieren? Wohin sind die Wähler*innen entschwunden, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten ihr Kreuzchen verlässlich bei der SPD machten? Sind diese aufgrund von zu viel „Lifestyle“ und „Identitätspolitik“ zu den Rechtspopulisten übergelaufen? Diese und verwandte Fragen möchte der Gifhorner Kreisverband der Partei DIE LINKE – pandemiebedingt bei einem Online-Stammtisch – mit Euch diskutieren!

 

Corona-Talk mit Oskar Lafontaine und Diether Dehm
Am Sonntag, 24. Januar, 18:00 via ZOOM (gratis, Daten unten)

Zoom-Meeting beitreten: https://us02web.zoom.us/j/83101590221...

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Die Situation für Millionen Selbständige, mittelständische Unternehmen und deren Beschäftige wird immer prekärer: Corona-Hilfen sind kompliziert, in der Beantragung und Regelung widersprüchlich, zu niedrig. Am Schlimmsten aber: Bei Etlichen ist seit Monaten noch nichts angekommen. Im Schatten eines drohenden "harten" Lockdowns" stehen bereits jetzt Hunderttausende vor den Scherben Ihrer Existenz. Auch das Kurzarbeitergeld reicht gerade im unteren Lohnsegment manchmal kaum zum Überleben. Gleichzeitig stopfen sich globale Konzerne wie Amazon auch in der Krise die Taschen voll, ohne eine wirksame Besteuerung und ohne wenigstens kleinste Teile der Gewinne in Form von Lohnerhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen an die Beschäftigten weiterzugeben.

Der Lockdown ohne Augenmaß hat keine kapitalistische Marktbereinigung zur Folge, sondern eine Marktauflösung. 600.000 Arbeitsplätze werden nach Ansicht des Ökonomen Gabriel Felbermayr in Deutschland den Lockdowns zum Opfer fallen. Bedeutet: Die Werte der pleite-gehenden Unternehmen fallen den nächstgrößeren zu und ermächtigen diese Konzerne zum transnationalen Marsch in den Billiglohn!

Als Linke fordern wir eine einmalige Vermögensabgabe für Superreiche zur Bewältigung der Krisenkosten und die Widereinführung einer dauerhaften Vermögenssteuer für Multimillionäre. Außerdem müssen die Rechte der Beschäftigten in der Pandemie ausgebaut werden!

Die Coronamaßnahmen der Bundesregierung und der Landesregierungen müssen dringend auf den Prüfstand. Das aktuelle Ungleichgewicht zwischen weitgehender Freiheit für die Konzern- und Privatwirtschaft und weitreichenden Einschränkungen im Privatleben der Mehrheit und für die Arbeit des Mittelstandes führt zu immer mehr Frustration in der Bevölkerung. Hier brauchen wir mehr Augenmaß und lebensnahe Lösungen!

Über all das (und mehr) wollen wir gemeinsam diskutieren, mit unserem ehemaligen Parteivorsitzenden und aktuellen Fraktionsvorsitzenden im Saarland - Oskar Lafontaine!

Die Diskussion um die Verteilungskämpfe der unmittelbaren Zukunft wird dabei durch die Gifhorner KommunalpolitikerInnen Dieter Michel-Weinreich und Marion Köllner bereichert, die regelmäßig in den kommunalen Gremien spüren, dass für die öffentliche Daseinsfürsorge oder zukunftsweisende Projekte kein oder nur ungenügend Geld zur Verfügung steht.

Linker Stammtisch: Demokratie und Kapitalismus. Geht das zusammen?

Nach der Erfahrung des Realsozialismus, der Anfang der 1990er Jahre implodierte, war es für die meisten Zeitgenossen eine ausgemachte Sache, dass Demokratie und Sozialismus nicht zueinander passen. Viel seltener aber wird die Frage gestellt, ob ein Wirtschaftssystem, das auf dem Privateigentum an sachlichen Wirtschaftsgütern beruht und auf den maximalen unternehmerischen Profit ausgerichtet ist – nämlich der Kapitalismus – mit der Demokratie vereinbar ist. Ein 2017 veröffentlichter Forschungsaufsatz von SozialwissenschaftlerInnen stellte beispielsweise heraus, dass die obersten 10 Prozent der Einkommensgruppen in Deutschland einen statistisch messbaren, deutlich höheren Einfluss auf politische Entscheidungen haben, als mittlere und untere Einkommensgruppen (https://bit.ly/2HHmIfO). Diese Schieflage zwischen Arm und Reich, was den Einfluss an politischen Entscheidungsfindungen angeht, verletzt den demokratischen Gleichheitsgrundsatz in eklatanter Weise. Auch historischen gesehen, gingen Demokratie und Kapitalismus nicht immer Hand in Hand. So setzten sich Kapitalisten, Unternehmer und Manager im 19. Jahrhundert zwar typischerweise für gemäßigt liberale Verfassungsreformen und repräsentative Regierungsformen mit Gewaltenteilung ein, viel seltener sprachen sie sich aber für das allgemeine Wahlrecht und andere Formen der entschiedenen Demokratisierung aus. Im Gegenteil: Je weiter diese voranschritt, desto häufiger befanden sich die Kapitalisten auf der Seite der Warner, Bremser und Gegner. Und auch heute sehen wir, wie eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung zwar meint, dass die Bundesregierung zwar zu wenig für den Klimaschutz unternimmt (https://bit.ly/30olVaj), Unternehmerverbände durch Einflussnahme bzw. Lobbying auf die Politik ihre politischen Ziele aber durchzusetzen versuchen, leider oft genug damit Erfolg haben und den Mehrheitswillen dadurch ausmanövrieren. Reicht ein Lobbyregister aus, um die demokratische Kontrolle über politische Prozesse wiederherzustellen? Über diese und verwandte Fragen möchte der Gifhorner Kreisverband der Partei DIE LINKE mit Euch in gemütlicher Atmosphäre bei einem Getränk diskutieren!

Sozial-ökologische Wende und Mobilität im ländlichen Raum

Wie können zukünftige Verkehrskonzepte aussehen, die den ländlichen Raum besser anbinden und gleichzeitig ökologische und soziale Probleme lösen?
Victor Perli, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus Wolfenbüttel, kommt nach Gifhorn und möchte in einem Vortrag über diese Fragen sprechen. Anschließend gibt es Zeit für Diskussionen über aktuelle Themen aus dem Bundestag oder dem Landkreis Gifhorn.

Mahnwache am CEKA-Brunnen

Vor 75 Jahren wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki von den USA mit Atomwaffen bombardiert. Diese Gräueltaten haben nicht nur die Kapitulation Japans erzwungen, sondern auch Hunderttausende Menschenleben gefordert, meist Zivilisten. Zudem wurden beide Städte großflächig verwüstet und derart radioaktiv verstrahlt, dass die Auswirkungen der Bombenabwürfe noch Jahrzehnte später spürbar sind.
Wir möchten - unter Einhaltung aller geltenden Hygieneregeln - zusammen mit unserem Bundestagsabgeordneten Victor Perli am 08.08 ab 10 Uhr diesen grausamen Aspekt der Geschichte ins Gedächtnis der Gesellschaft zurückholen, der Opfer gedenken und ein Zeichen für mehr Abrüstung und eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen setzen.

Digitale Angebote für die Zeit daheim

Solange wir aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Kontaktsperre an physischen Treffen gehindert werden, werden an dieser Stelle aktuelle, digitale Veranstaltungen der Linken und parteinaher Organisationen verlinkt.

Aufgrund der Fülle werden hier nur einige ausgewählte Veranstaltungen vorgestellt, den Rest gibt es über 
https://www.die-linke.de/start/livestreams/
 

23.07.20 - 18:00 - 19:00 Uhr
Extreme Rechte zwischen Parlament und Terror
Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler spricht mit Natascha Strobl (Autorin u.a. zur Identitären Bewegung und zur Neuen Rechten) über aktuelle Entwicklungen bei der extremen Rechten und mögliche Ansätze dagegen.

Diskutiert mit, live bei Zoom und im Stream hier bei Facebook.

Zoom-Link:  https://us02web.zoom.us/j/84923464324
Meeting-ID: 84923464324
Tel.-Einwahl: +49 69 7104 9922

Am 05.06 ist Weltumwelttag und während der Großteil der Gesellschaft und Politik damit beschäftigt ist die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu verdauen, bleiben bspw. ökologische Probleme komplett auf der Strecke. Dabei haben wir bereits in diesem Winter, aber auch in den vergangenen Sommern gesehen, wie der Klimawandel, als gravierendstes Umweltproblem unserer Zeit, auch in unseren Breiten zuschlägt und wahrscheinlich auch diesen Sommer wieder zuschlagen wird.
Daher gilt es gerade jetzt, in der Zeit der Pandemie und Krise, über einen grundsätzlichen Kurswechsel unserer Gesellschaft nachzudenken, damit die zig Milliarden, die gerade an Unternehmen zur Unterstützung ausgegeben werden, nicht zu einer Wiederherstellung des alten Normalzustandes führen, sondern die Weichen in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft gestellt werden.

Zu diesem Zweck treffen wir uns auf dem Rathausplatz, um ein Zeichen für diesen gesellschaftlichen Wandel zu setzen und mit interessierten Bürger*Innen ins Gespräch zu kommen, über die aktuellen Umweltprobleme in Land sowie Region zu reden und unseren Ansatz einer sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft zu umreißen.

"Österliche Öktivitäten"

Da aufgrund des Corona-Virus auch die Osterfeiertage nur sehr eingeschränkt zelebriert werden können und viele genötigt sind, daheim zu bleiben, kann die ungewollte Zeit zuhause für digitale Angebote unserer Partei genutzt werden: 

 

 

12.04. ; 18:00 - 19:00 Uhr
Die Linke in Zeiten von Corona - interaktiver Talk mit Jörg Schindler, Kathrin Vogler (MdB) und Jan van Aken (Parteivorstand)

Die Teilnahme erfolgt über Zoom mit dem folgenden Link: https://zoom.us/j/587878751
Einwahl per Telefon: +49 69 7104 9922 ; Meeting-ID: 587 878 751

Der interaktive Talk wird auch auf unser Facebook-Seite live übertragen.

 

12.04. ; 19:00 - 20:30 Uhr
Digitales Oster-Friedensmeeting mit Diether Dehm, Heike Hänsel und Oskar Lafontaine

Einwahllink: https://zoom.us/j/5353243215
Einwahl per Telefon: +49 69 7104 9922 ; Meeting-ID: 535 324 3215

 

13.04. ; 20:15 - 21:15 Uhr
Vortrag: Warum die Nazis keine Linken waren

Diese Veranstaltung ist besonders hervorzuheben, da unser Genosse Victor Dank der Linksjugend einen kurzen Vortrag zu diesem Thema halten kann.

Einwahllink: https://meet.linksjugend-solid.de/b/lsp-rgp-9pk

"Kapitalismus, Krise, Korona"

Unter dem  Titel "Kapitalismus, Krise, Korona" startet am 31.03. eine Webinarreihe unserer Partei, an der alle Interessenten umsonst teilnehmen können.

Um Zugangsdaten oder detailiertere Infos für das jeweilige Webinar zu erhalten, muss man einfach nur dem entsprechenden Link folgen:

31.03; Teil 1: Krieg gegen das Virus? Corona ist menschengemacht

03.04; Teil 2: Corona als Chance für linke Wirtschaftskonzepte?!

07.04; Teil 3: Chinesisches Virus? Antirassismus in Zeiten von Corona

09.04; Teil 4: Systemrelevant und trotzdem prekär – Corona und Geschlecht

16.04; Teil 5 : Eine offene Situation: Das Zeitfenster für die Welt nach Corona

Andreas Mantzke

Abgesagt! Ökonomie, Ökologie und das Soziale in der Landwirtschaft

Die Linke Gifhorn und Celle laden zur Podiumsdiskussion mit allen interessierten Landwirten und Bürgern.

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WICHTIGE INFO: Veranstaltung entfällt!
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Seit Langem gerät die Landwirtschaft durch behördliche Auflagen und die unfairen Erzeugerpreise unter einen immer größeren Druck. Auch das öffentliche Ansehen der Landwirte hat gelitten, obwohl die Landwirtschaft nicht nur das Essen auf den Tisch bringt, sondern zukünftig eine entscheidende Rolle bei der Bewahrung der Biodiversität und des Klimas spielen muss und wird. Die aktuellen Gegebenheiten befähigen, getragen durch die undurchdachte Subventionspolitik der EU, nur die größten Höfe zum Überleben, während kleinere Betriebe im Angesicht von „wachse oder weiche“ zusehends in ihrer Existenz bedroht werden. Diese und noch viele weitere Missstände sind der Status Quo, der letztlich zu den Protesten der letzten Monate und den grünen Kreuzen auf den Äckern dieses Landes geführt haben. 

Um über die konkreten Probleme und die eigentlichen Hintergründe zu diskutieren, laden wir zu einer Podiumsdiskussion am 21.03. im Hotel am Bernsteinsee, Beginn ab 16 Uhr, um den Dialog mit uns sowie den anderen Gästen zu suchen. Man erhält bei der Veranstaltung nicht nur die Möglichkeit seine Meinung kund zu tun, sondern kann direkt mit Vertretern von Bauernverbänden, unserem Bundestagsabgeordneten Diether Dehm und insbesondere mit dem agrarpolitischen Sprecher Aaron Scheid über Lösungen debattieren, die nicht nur fair, sondern auch so ökologisch und sozial sind, dass alle im aktuellen System Benachteiligten auf Erzeuger- und Verbraucherseite nachhaltig unterstützt werden – linke Politik eben.

Auf einen Blick:
Hotel am Bernsteinsee
Bernsteinallee 7
38524 Sassenburg

21.03.2020
16 - 19 Uhr

Bürgerbüro Gifhorn

Bürgerbüro des Kreisverbandes Gifhorn
Braunschweiger Str. 13
38518 Gifhorn

eMail:
kontakt@dielinke-gifhorn.de

Bürotelefon:
+49-5371-9900588

Bürozeiten:
In geraden Kalenderwochen:
Freitags          13.00 bis 15.00 Uhr

In ungeraden Kalenderwochen:
Donnerstags  18:00 bis 20:00 Uhr  

und bei Bedarf nach Terminvereinbarung:
+49-157 53592096

Aufstehen gegen Rassismus

Deine Stimme gegen rechte Hetze

Linksjugend [’solid]

Der Verband zählt inzwischen über 10.000 Mitglieder und zählt damit zu den größten politischen Jugendverbänden in Deutschland.